Leseprobe 'Das letzte Element'
'Das letze Element' ist ein Krimi, der in der Grenzregion zwischen dem Elsass, der Pfalz und Baden spielt. Ein Frauenmörder macht die Gegend unsicher, er hat bereits vier Frauen auf spektakuläre Weise ermordet. Naomi Gerber, eine junge, üppig geformte Reporterin in der beruflichen Krise, macht sich auf eigene Faust auf, über die Fälle zu recherchieren. Ziemlich schnell trifft sie auf Ralf Schuhmann, einen freischaffenden Lebenskünstler, der sich ebenfalls für die Morde interessiert: Er will ein Buch über die Verbrechen schreiben. Als er Naomi anbietet, mit ihr zusammen die Tatorte aufzusuchen, willigt sie ein. Nun denn, hier eine Leseprobe: | ![]() |
Feuer
Gut also. Kommen wir nun zum zweiten Tag. Ich hatte mit Naomi verabredet, dass ich sie zu einem weiteren Schauplatz der Frauenmorde führen würde. Wir trafen uns erst abends, so gegen sieben Uhr: Ich wollte, dass sie den Schauplatz in der Dämmerung beziehungsweise in der Nacht kennenlernte, damit sie die Stimmung dort richtig erfassen und würdigen konnte.
Ich holte sie also bei Ulli ab und chauffierte sie in die Rheinauen. Das Fahren mit offenem Verdeck machte ihr sichtlichen Spaß. Auch wenn sie mir gegenüber eine gewisse Befangenheit an den Tag legte, die mich allerdings nicht wirklich überraschen konnte: Sie war sich nach der vorhergehenden Nacht wohl nicht mehr sicher, ob alles so seine Richtigkeit hatte. Ob sie sich vor mir zu sehr entblößt hatte. Ob ich nur mit ihr spielte. Ob ich ihr weh tun würde.
In der Tat lauter berechtigte Fragen…
Wir fuhren also ins Ried, die Uferstraße am Rhein entlang, durch die ganzen ehemaligen Fischerdörfer, bis wir nach Plittersdorf in Richtung Rheinfähre fahrend auf halbem Weg die Straße verließen und in den Wald abbogen. Nach ein paar hundert Meter ließ ich den Boxster vor einer Schranke stehen, und wir gingen zu Fuß weiter, ich mit einem großen Rucksack auf dem Rücken. Einige hundert Meter weiter verließen wir dann auch den Waldweg und folgten nun einem Trampelpfad, der durch das Dickicht führte. Schließlich waren wir am Ziel angelangt, ein breiter Altrheinarm, ringsum von Bäumen und Sträuchern umsäumt, von Pappeln, Weiden, Schilf, und was da sonst eben noch so wächst. An einer Stelle direkt am Wasser waren die Stämme und Äste einiger Bäume geschwärzt. Naomi registrierte die Brandspuren und schluckte: Sie hatte den Polizeibericht gelesen. Ich zog eine Wolldecke aus dem Rucksack und breitete sie auf dem Boden aus. Eine ganze Weile saßen wir nur da und ließen den Ort auf uns wirken, an dem Claudia bei lebendigem Leibe verbrannt worden war.
Schließlich stehe ich auf. Am Ufer liegt ein hölzerner Nachen, ein typisches Anglerboot der Region, langgestreckt und fast rechteckig im Umriss, mit lang auslaufendem Bug und Heck. Es ist nicht das Boot, in dem Claudia getötet worden ist, jenes ist mit ihr verbrannt und schließlich gesunken. Dieses hier liegt normalerweise einige hundert Meter weiter in einem anderen Teich. Ich habe die Kette durchtrennt, an dem es festgemacht war und es hierhergeholt.
„Komm her.“
Naomi sieht mich an, aber sie rührt sich nicht.
„Komm her“, wiederhole ich geduldig. „Ich möchte dir etwas zeigen.“
Nun steht sie auf und kommt zu mir, zu dem Nachen.
„Ist er das?“ fragt sie.
„Nein, es war ein ähnlicher. Der richtige ist mit verbrannt, und die Spurensicherung hat wohl die Reste mitgenommen.“
Ich ziehe sie zu mir heran und küsse sie auf die Lippen. Ihr Körper versteift sich, der Ort ist ihr eigentlich zu belastet, um hier Sex zu haben. Aber in ihren Augen spiegelt sich zugleich eine Hilflosigkeit, die mich erregt: Sie weiß, dass sie mir nicht allzu viel Widerstand leisten wird.
„Zieh dich aus.“
„Was soll das werden? Findest du es nicht geschmacklos, hier…“
„Halt den Mund und zieh dich aus.“
„So kannst du nicht mit mir umgehen, Ralf.“
Ich packe sie an den Handgelenken.
„Kann ich nicht?“
Ich muss lachen und ziehe sie an mich.
Ich spüre ihren prächtigen Körper, kurvig, üppig und stark zugleich. Und ich fühle, dass er sich bereitwillig an mich schmiegt.
„Naomi, du bist hier, weil du eine Reportage schreiben willst, und du hast dir vorgenommen, die Stimmung der Schauplätze einzufangen. Ich biete dir die Gelegenheit dazu.“
„Was hast du vor? Ich kann das nicht, ich…“
Ich lege ihr die Hand auf den Mund.
„Habe ich nicht gesagt, dass du still sein sollst? Natürlich kannst du. Du bist nicht ohne Grund Reporterin geworden. Diese Geschichte hier hat dich schon längst in ihren Bann gezogen. Du willst doch so nahe wie nur möglich an das Geschehen herankommen, ist es nicht so?“
Naomi schüttelt den Kopf, aber sie überzeugt mich nicht.
Ich lasse sie los und ziehe eine Rolle Klebeband aus der Tasche, reiße ein Stück des breiten Gewebebandes ab. Dann ziehe ich Naomi wieder zu mir heran und küsse sie. Nicht nur flüchtig, es ist ein tiefer und langer Kuss, den sie schließlich erwidert. Als ich sie endlich loslasse, atmet sie heftig. Ich klebe ihr nun den Mund mit dem Gewebeband zu, und einen Moment lang werden ihre Augen ganz groß.
„Zieh dich jetzt endlich aus.“
Naomis Widerstand fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen, es ist, als ob sie mit der Knebelung alle Verantwortung an mich abgegeben hätte. Ohne mich anzusehen, mit gesenktem Blick, zieht sie ihre Schuhe und Strümpfe aus, steigt aus ihrer Hose. Dann schließlich zieht sie auch Bluse, BH und Slip aus. Wie gestern schon, kann ich mich an ihrem Körper kaum satt sehen.
Ich nehme sie an der Hand und ziehe sie in das Boot. Sie folgt mir, nun ohne Widerstand, steigt über die Bootswand und setzt sich auf meinen sanften Druck auf ihre Schulter hin auf den Lattenrost, der den Boden des Bootes bedeckt. Ich nehme ihre Handgelenke, kreuze sie und umwickle sie mit dem Klebeband. Dann drücke ich ihren Oberkörper nach hinten, bis sie langgestreckt auf dem Rücken liegt.
„Die Hände über den Kopf!“
Naomi gehorcht, und ich fixiere ihre ausgestreckten Arme an dem Rost. Dann gehe ich zu ihren Füßen, fessle ihr die Knöchel mit dem Band und fixiere sie ebenfalls am Bootsboden. Schließlich schlinge ich noch einen Streifen des Gewebebandes über ihre Hüften und schnüre sie an den Latten fest.
Jetzt, da sie zur völligen Bewegungslosigkeit gezwungen ist, scheint sie sich ganz zu entspannen. Doch zu Unrecht, denn ich habe heute Mittag Dutzende, eine Handbreit lange Metallstifte in den Dollbord links und rechts von ihr eingeschlagen. Ich stecke große Kerzen darauf, sie ragen schräg über Naomis ausgestreckten Leib. Von oben gesehen müsste das Boot jetzt wie die Klappfalle einer eine riesigen, fleischfressenden Pflanze aussehen, die gerade im Begriff ist, ihr Opfer zu umhüllen.
Ich ziehe einen Magic Wand, einen Auflege - Vibrator aus meinem Rucksack und dränge den Vibratorkopf zwischen Naomis geschlossene Schenkel, so weit oben, dass er ihre Scham berührt. Dort fixiere ich ihn mit Klebeband.
Inzwischen ist es dunkel geworden. Ich zünde also die Kerzen an und schiebe das Boot ins Wasser hinaus. Nachdem ich den Vibrator eingeschaltet habe, hocke ich mich auf den flachen Bug des Bootes, wo mich Naomi von ihrer Position aus nicht sehen kann.
Das Boot treibt langsam dahin, der Schwung verebbt, es dreht sich sacht und beschreibt eine immer enger werdende Kurvenbahn. Ich schaue auf den ausgestreckten Leib vor mir, der nun von den vielen Kerzen beleuchtet wird. Sie stammen aus dem Kirchenbedarf, dort werden sie zur Taufe oder zur Erstkommunion benutzt. Was ich im Zusammenhang ohne weiteres als passend empfinde.
Ich lege den Kopf in den Nacken und sehe in den Nachthimmel hinauf. Hier und da sind zwischen den Baumkronen die ersten Sterne zu sehen. Das Boot scheint über das stille Wasser zu schweben, es vollführt einen leisen Tanz um seine eigene Achse, treibt dabei weiter in die Mitte des Gewässers, unter den freien Himmel.
Hinter Naomis Knebel dringt ein leiser Schmerzenslaut hervor. Die ersten Wachstropfen haben ihre nackte Haut getroffen. Doch auch ihr Unterleib zuckt verräterisch, der Vibrator erzielt wohl erste Wirkung. Mehr und mehr heiße Tropfen fallen nun auf sie herunter, und Naomi beginnt zu wimmern. Ich kann sehen, dass ihre Augen nun weit offen sind, sie starrt in den Nachthimmel hinauf, oder in das Meer der Kerzenflammen über ihr, ich weiß es nicht. Ihr ganzer Körper zittert jetzt, und obwohl ihre Haut hell ist, das Wachs von den weißen Kerzen ist noch heller, ich kann die erstarrenden Spritzer auf ihrem Körper deutlich erkennen. Ihre Brüste sind trotz ihrer Größe im Liegen nur wenig abgeflacht, die Warzen stehen steil empor. Noch kann ich die einzelnen Wachstropfen erkennen, wie sie auf der Haut auftreffen, wie weiße Tränen darauf entlang rollen und schließlich erstarren. Naomi liegt längst nicht mehr still, sie windet sich, soweit ihre Fesseln das zulassen. Ihr Wimmern ist lauter geworden, ihr Becken hebt immer wieder vom Bootsboden ab. Der Vibrator hat sie ganz offensichtlich mehr und mehr in die Ekstase getrieben, ob nun die Lust oder der Schmerz überwiegt, ist mir nicht ganz klar. Naomi bäumt sich jetzt im Höhepunkt auf, nur noch Schultern und Füße berühren den Boden. Dann sinkt sie wieder in sich zusammen.
Doch der Vibrator ist unermüdlich, und das Wachs tropft weiter auf sie herab. Bald beginnt sie, sich wieder zu bewegen. Das Boot schaukelt ein wenig, aber es ist aus massiven Planken gebaut, daher liegt es stabil im Wasser. Naomi steht bereits wieder sichtlich unter Spannung, ihr Becken arbeitet dem Gerät entgegen. Das Wachs trifft sie weiterhin auf die Brüste, auf den Bauch, die Schenkel, doch inzwischen hat sich bereits eine durchgehende Schicht aus erstarrtem Wachs gebildet, die sie vor weiteren Schmerzen schützt.
Naomi bäumt sich erneut auf, dieses Mal länger. Als der Höhepunkt abgeklungen ist, bleibt sie eine ganze Weile erschöpft und reglos liegen, doch schließlich beginnt sie wieder zu zittern, und ihr Becken zuckt in einem schneller werdenden Rhythmus. Ich lehne mich zurück und beobachte das Spiel ihrer Lust, die zunehmend quälender zu werden scheint. Das erstarrte Wachs umschließt ihren Körper inzwischen wie ein Panzer, noch immer tröpfelt neues nach. Naomi wirft den Kopf hin und her, doch die Maschine arbeitet so effizient wie unbeeindruckt. Wieder bäumt sich der wachsbedeckte Leib auf, inzwischen scheint es aber keine Entspannung mehr zu geben.
Doch die Nacht ist noch jung. Ich sitze zusammengekauert und betrachte den gefesselten Körper, der gegen die mechanische Stimulation anzukämpfen scheint. sie hat keine Chance, sie kommt wieder und wieder, bis sie immer apathischer wird und schließlich nur noch reglos im Boot liegt, den Kopf auf die Seite gedreht. Ich stehe auf, steige über sie hinweg und schalte den Vibrator ab. Dann nehme ich das lange Ruder in die Hand und stelle mich jetzt in das Heck des Bootes. Mit sachten Ruderbewegungen drehe ich den Bug und fahre langsam wieder zurück. Die Kerzen brennen noch immer, auch wenn sie inzwischen deutlich kürzer geworden sind. Naomi starrt reglos hinauf in den Sternenhimmel. Ob sie das leise Plätschern des Wassers hört, die Geräusche des nächtlichen Auwaldes? Riecht sie den Fluss, die Weiden und Pappeln, deren Wurzeln die meiste Zeit im Wasser stehen? Nimmt sie den Geruch des Bootes wahr, das schon seit Jahren, bei Wind und Wetter hier draußen liegt? Oder sind ihre Sinne ausschließlich nach innen gerichtet, gefangen in ihrem Körper, konzentriert auf die brennende Haut, auf die überreizte und wunde Scham, auf den Schmerz, den die harte Unterlage hervorruft?
Ich weiß es nicht. Ich kann nicht in ihren Kopf hineinfühlen. Leider.
Das Boot läuft jetzt mit einem sanften Ruck auf das Ufer auf. Ich mache Naomis Fesseln los und hebe sie aus dem Kahn. Sie liegt schlaff und kühl in meinen Armen. Ich trage sie ans Ufer und bette sie auf die Decke, die wir dort zurückgelassen hatten. Dann ziehe ich mich ebenfalls aus, drehe Naomi in die Seitenlage und schmiege mich hinter sie. Sie bleibt völlig reglos, als ich in sie eindringe und sie mit langsamen Bewegungen ficke. Reglos, kühl und still kauert sie zusammengerollt vor mir, wäre ihre Scheide nicht feucht, ich könnte glauben, dass ich eine Tote ficke. Der Gedanke ist mir nicht unangenehm.
Im Gegenteil.
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http://www.marterpfahlverlag.com/Autoren-F-J/das-letzte-element.html
'Wow, was für ein Buch, die absolut perfekte Mischung aus Krimi und SM!'
meint Zilly von den 'Schlagzeilen'
Das letzte Element
SM-Krimi
186 Seiten, Paperback, DIN-A 5
18,50 €
ISBN 978-3-936708-84-4
