Die Scham lecken

Komisch, du scheinst es nicht mehr so zu mögen, wie früher?

Sei es, weil ich mit den Fingern zwischenzeitlich geschickter geworden bin, sei es, weil ich dich nicht im Arm halten kann, während ich dich lecke, ich weiß es nicht.

Vielleicht möchtest du auf eine verquerte Art auch nicht mehr, dass ich mich ausschließlich und mit Einsatz um dich kümmere, vielleicht siehst du etwas Undominantes in der Art, wie ich dich esse, zwischen deinen Schenkeln gekauert, wie ein großer Frosch?

 

Letzten Endes ist mir das egal, denn ich tue das nicht für dich, ich tue das für mich, denn es ist schlicht ein Fest, in deiner Möse zu schwelgen, ein Fest für alle Sinne.

Nein, kein Fest eigentlich, eher ein Lied, das zuerst ganz langsam beginnt, zögernd, tastend, wie blind, was ich ja beileibe nicht bin, sondiere ich das Terrain.

Vielleicht ist dir das nun schon zu intim, und genau das ist es auch, ein Schnuppern, ein winziges Streichen mit den Lippen, gehauchte Küsse hier und da und dort.

Ein sanftes Ziehen, ein leichtes Aufblättern, deine Schenkel sind es schon längst, nicht ohne Hintergedanken habe ich dir die Fesseln weit auseinander fixiert, denn du bist mein, und ich habe dich sozusagen zum aufessen gerne…

 

Alle Wege führen nach Rom, heißt es, und wo dein Rom liegt, weiß ich genau.

Die kleine, rosige Perle, ich sehe sie, selbst wenn sie jetzt noch schläft, doch auch hier ist der Weg das eigentliche Ziel, und so mache ich mich denn auf die Reise, die ja, wenn sie auch lang ist, bekanntlich mit einem einzigen, winzigen Schritt beginnt, in diesem Fall mit der Spitze meiner Zunge, die dem leichten Wulst deiner äußeren Schamlippen folgt, von unten nach oben, in respektvollem Abstand zu der edlen, noch schlafenden Schönen, die, wenn sie unsanft geweckt wird, so unglaublich ungnädig sein kann.

Und ich habe auch meinen Stolz, möchte ich mich doch nicht aufdrängen, sabbernd, schlabbernd, befeuchtend.

Ich will eingeladen werden.

So ziehe ich meine fast trockenen Kreise auf noch trockenen Lippen und bestelle meinen Garten, auf dass es dort wachse und gedeihe.

Ich bin nie ganz sicher, was zuerst kommt, dein Duft, oder das Schwellen deiner Lippen dort, doch beides ermutigt mich, meine Kreise nun enger zu ziehen, zwischen den äußeren und inneren Lippen gibt es einen schmalen Pfad, schlüpfrig jetzt zwar, und doch ist es der Mutwille, der mich hin und wieder in den Honig ausgleiten lässt.

 

Aber noch sind wir beide nicht im Geschäft, deine Bauchdecke ist entspannt, ich weiß nicht, wo du bist, aber du darfst einstweilen noch dort bleiben und träumen, mein Lieb, und alles ist gut.

Ich kann warten.

Ich habe Zeit.

Inzwischen besuche ich deinen Damm, den festen, um da mit meiner Zunge zu necken, und von dort aus fahre ich in die Grube, die honigfeuchte, die warme, und ich nasche an deinem Nektar.

Und wir sind noch immer nicht im Geschäft, mein Lieb, du träumst deinen eigenen Traum und das ist gut.  

 

Doch reitet mich jetzt der mutwillige Schalk, er treibt meine Zunge in finsterer Absicht nach oben, heimtückisch drückt und schabt sie dort, wo sie es nicht soll, und um deinen Untergang zu besiegeln, findet sich auch noch eine sanfte Oberlippe, die ihr entgegenarbeitet.

Vorbei ist es mit deiner Ruhe, es ruckt, es spannt in dir, es hebt dir das Becken, es fliegt dir der Atem.

Willkommen im Reich der Zunge, mein Lieb, im Reich des Honigs und der fleischigen Gier. Doch noch ist es Spiel, wenn auch schon ein gemeinsames.

Aber noch nicht meins.

Noch treibe ich, noch ziehst du nicht.

Und auch diese Zeit will ausgekostet werden, bis du vermeintlich in die Zielgerade gehst.

 

Ach, mein Lieb, dass du nie verstehst!

Ich tue das alles doch nicht zu deinem Vergnügen, leiden sollst du vorher!

Du willst es tief und mächtig?

So vielleicht?

Ja, das glaub ich gern, aber mir ist jetzt mehr nach flach und neckend.

Das geht auch?

Ach komm, dann knabbere ich ein wenig an deinen äußeren Lippen herum.

Jetzt hast du den Faden ganz verloren?

Aber nicht doch, sieh her, da ist er, da oben, wo die Lippen sich treffen.

Ja, das glaub ich wohl, dass du das willst, aber wer will sich schon drängeln lassen?

Schau mal, langsamer geht doch auch.

Und wenn ich hier kurz mit der Zunge darüber fahre, dann hebt es dich von der Matratze, nicht wahr?

Komm, ich mach es noch mal.

Nicht verzweifeln, alles wird gut.

Sieh mal, du schaffst es auch mit weniger, ohne, dass die Flamme erlischt.

Du willst es jetzt erzwingen?

Ach, du unvernünftig Ding, gleich reißen dir die Bauchmuskeln, und dabei bin ich doch derjenige, der für dein Wohlergehen verantwortlich ist.

Also vertrau mir, ich necke dich nun nicht mehr, ich gebe dir auch etwas mehr Zügel, ab jetzt.

Ah, so könnte es gehen, meinst du?

Ja, sicher, aber doch nicht so hastig.

Und den Finger, dort wo du ganz eng bist, den musst du jetzt schon akzeptieren. Alles hat seinen Preis im Leben, nicht wahr?

Herrje, jetzt fliegt sie, die Schamlose, die Lüsterne, eine Brücke aus gespannten Muskeln und Honig. Was für eine Dirne sie ist, wie sie so ungehemmt im Tanz meiner Zunge und im Taumel meiner Lippen schwelgt.

Wart, dich stoße ich wölfisch mit dem Finger in den süßen Arsch!

Doch ach, selbst das ist ihr jetzt willkommen, der Metze.

Gut, du sollst dein Fest jetzt haben, in voller Fahrt, nichts kann und soll dich jetzt noch bremsen.

Du meinst, du hast es gleich geschafft?

Schau da geht noch mehr… viel mehr…

Du schreist? Aber sicher schreist du.

Flieg mein Schmetterling, es ist dein Augenblick, nur deiner.

Jesus, was für ein Gezucke, Gepumpe und Gerolle, Gekeuche und Geschreie.

Weißt du, wie schön du bist, wenn du kommst?


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