Willkommen auf meiner Seite. Ich möchte an dieser Stelle meine Bücher, meine Kurzgeschichten  und natürlich auch mich selbst als Autor vorstellen.

Ich wurde Anfang der sechziger Jahre in Stuttgart geboren, wuchs aber im Badischen auf, in einem mittelgroßen Dorf in der Rheinebene. Die Stimmung meiner Kindheit war geprägt einerseits durch die Inselhaltung meiner Herkunftsfamilie, welche verzweifelt versuchte, schwäbisch - großstädtischen Lebensstil zu bewahren, andererseits durch eine geradezu exzentrische dörfliche Jugendkultur, die etwa zehn Jahre zu spät versuchte, 68er Gedankengut mit Leben zu füllen. Und nicht zuletzt durch die recht frühe Erkenntnis, dass meine Sexualität ganz offensichtlich von der gängigen Norm abweicht, auf eine Art, welche weder Familie, noch Subkultur - geschweige denn das sonstige Umfeld - zu tolerieren in der Lage sein würden.

Wie ich anderenorts bereits dargelegt habe, schreibe ich, seit ich etwa vierzehn bin, vorwiegend Kurzgeschichten, welche ich in verschiedenen Internetforen einstelle. Das Schreiben war und ist für mich in erster Linie ein Ventil. Ich meine aber, festgestellt zu haben, dass sich die Funktionalität über die Jahre verändert hat.

Als Jugendlicher und als junger Erwachsener schrieb ich, um mich von bestimmten, geradezu zwanghaften Gedanken zu befreien. Phantasien und Traumsequenzen kehrten solange immer wieder, bis ich sie niedergeschrieben und somit gebannt hatte.

Dieses Schreiben, quasi im Naturzustand, war sehr leidenschaftlich, wenn auch nur bedingt von Finesse.

Später dann nutzte ich das Schreiben, um mich selbst zu ergründen. Ich versuchte, meine Grenzen auszuloten, versuchte, aufbauend auf den schwarzen Phantasien der vorhergehenden Phase, meine Abgründe auszuloten, Abgründe, in welche zu schauen ich zwischenzeitlich die Gelegenheit bekommen hatte. Eine Zeitlang war ich gar bemüht, das 'Tier' in mir zu suchen, um der ganzen Sache doch noch einen positiven Dreh zu geben. Bis ich erkannte, dass ich hier einem Trugbild hinterher jagte...

Inzwischen habe ich mit all dem mehr oder weniger meinen Frieden geschlossen. Das Schreiben ist für mich eine befriedigende Tätigkeit, die es mir ermöglicht, Welten zu schaffen, in denen ich mich genussvoll bewegen kann. Und es ist für mich eine Gelegenheit, Wissen zu erwerben: Das Beschreiben gerade von 'historischen' Geschichten wirft Fragestellungen auf, die zu beantworten eine Menge an Nachforschungen erforderlich macht. Aber auch Geschichten, die in der Gegenwart handeln, verlangen einiges an Wissen, so sie wahrheitsgetreu daherkommen wollen. Mit anderen Worten, indem ich schreibe, bin ich gezwungen, die Welt zu sehen, um sie glaubwürdig darstellen zu können. Für einen wie mich ist das nicht ganz selbstverständlich.

Nun denn...

Auf den folgenden Seiten zeige ich einige Hintergründe und Leseproben meiner immer zahlreicher werdenden Bücher. Zudem habe ich einige mehr oder weniger charakteristische Kurzgeschichten angehängt, und ich versuche, meine Position im Bezug auf BDSM als Person und als Autor zu differenzieren. Und zu guter Letzt möchte ich einen Ausblick über weitere Buchprojekte geben, zumindest über jene, die bereits unter Vertrag sind. :-) 

 

Noch einige generelle Anmerkungen zu meinen Bücher und zu mir als deren Autor:

Nachdem ich lange Zeit nur Kurzgeschichten geschrieben hatte – zeitweise hatte ich mir sogar die Ansicht E.A.Poe zu eigen gemacht, wonach Kurzgeschichten gegenüber dem Roman die bessere Geschichtenform sei, weil der Leser bei langen Texten ermüde – wagte ich mich 2008 dennoch an mein erstes Buch, das tatsächlich aus einer Kurzgeschichte entstanden ist, ‚Weidenrute und Schwert’.

Mehr noch als bei meinen Kurzgeschichten, wo bisweilen ausschließlich die SM-Handlung im Vordergrund stehen kann, ist es mir bei meinen Büchern wichtig, dass eine vom SM-Geschehen unabhängige Handlung vorhanden sein muss. Aus meiner Sicht sind die Zeiten vorbei, in denen das reine SM so unglaublich aufregend ist – unterwirft sie sich nun klopfenden Herzens gegen alle bürgerliche Konventionen, oder schreckt sie doch zurück? – ich denke, eine spannende Rahmenhandlung ist auch bei SM-Büchern inzwischen unerlässlich.

Zumindest für mich als Schreibenden, denn mit leiser Melancholie nehme ich wahr, dass reiner SM-Schmachtsülz immer noch ganz gut, im Extremfall sogar sehr gut läuft, siehe das unsägliche ‚Shades of Grey’.

Für mich als Autor stellt sich daher die entscheidende Frage: Für welche Zielgruppe möchte ich eigentlich schreiben? Für Nicht-SMler, die den Kick des Verbotenen suchen (die offensichtlich größte Käuferschicht auf dem Buchmarkt) und für die eine reine, auch eher softe SM-Handlung genügen mag, ja, für die eine komplizierte Rahmenhandlung eher abträglich scheint - oder für eine SM-Subkultur, der ihre Sexualität inzwischen alltäglich geworden ist?

Intuitiv habe ich von Anfang an letztere als Zielgruppe gewählt, mit der zwangsläufigen Konsequenz, dass diese Käufergruppe sehr klein zu sein scheint. Wenn ich denn überhaupt eine Wahl hatte, denn für mich muss auch der SM-Roman eine geschlossene, interessante Welt darstellen, alleine schon deshalb, weil ich mich selbst sonst kaum so lange ins Schreiben vertiefen könnte.

So hat bisher (fast jedes meiner Bücher) ein sehr spezifisches Ambiente oder eine Ära: In der Weidenruten-Trilogie war es der Mikrokosmos der spätmittelalterlichen Stadt Weißenburg, bei ‚Marie-Charlotte’ die Zeit der französischen Revolution in Frankreich und Westindien, bei ‚Sklavin am Ohio’ die französische Besiedelung von Kanada und Nordamerika von Nord nach Süd. Auch meine Krimis, ‚Das letzte Element’ und die Fortsetzung ‚Die Gottesanbeterin’ fokussieren auf die Pamina-Region, also Nordbaden und das Elsass. Lediglich bei ‚Ricks Welt bewege ich mich eher in der narzisstischen Psyche des Protagonisten und in seiner phantastischen Welt des ‚Alam al mithal’ denn in der Realität. Dennoch hat mir gerade dieses Buch viel Spaß gemacht, vielleicht weil es eine Extrapolation meinen eigenen Rahmenbedingungen darstellt…

Wie dem auch sei, ich wünsche viel Spaß mit den Geschichten und Leseproben.

Meine aktuelle Neuerscheinung: 'Das Hexentribunal'

Erhältlich als Ebook und als Paperback: Mein erstes Buch als Selfpublisher. Schauen wir mal, wie das fliegt.

Die Kurzbeschreibung: Der erste Auftrag für den jungen Rechtsanwalt Eric Thomas: Für die Bibliothekarin Yuxing Steffa soll er die Eigentumsverhältnisse an einem gut gehenden Restaurant im beschaulichen Mittelalterstädtchen Sandbach zu überprüfen. Die hübsche, in Sandbach eingeheiratete Chinesin hat herausgefunden, dass das prächtige Fachwerkhaus in der Altstadt vor fast 400 Jahren auf dubiose Weise von der angeklagten ‚Hexe‘ Maria Steffa an einen der Folterknechte übergegangen ist. Von Rechts wegen müsste es inzwischen ihrer eigenen Tochter, Anna Steffa gehören. Obwohl Eric weiß, dass dar Fall juristisch völlig aussichtslos ist, übernimmt er den Auftrag, hauptsächlich weil ihn die verwitwete Yuxing, das ehemalige Bondagemodell ihres Mannes, geschickt in die verwirrende Welt von Dominanz und Unterwerfung einführt. Doch schnell muss Eric erkennen, dass er mit seinen Recherchen in ein Wespennest gestochen hat: Die finsteren Zeiten scheinen in Sandbach noch lange nicht vorüber zu sein. Und wie ist eigentlich Yuxings Mann ums Leben gekommen? Unbeirrt gräbt Eric immer tiefer in der Vergangenheit. Aber im heißen Spiel mit seiner Geliebten beginnt auch er selbst sich zu verändern. Entsetzt von seinen eigenen, immer heftigeren Gewaltimpulsen wird er schließlich mit dem Bösen an sich konfrontiert …



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